Erwartungsfroh machten sich die Donnerstagswanderer des Vereins „Unser Diestelbruch“ am 5. März 2020 auf den Weg, um die versprochenen faszinierenden Vorfrühlingsaspekte am Ufer der Werre zu erleben. Die dazu geplante Route ging zunächst über den Residenzweg im Bereich des Bannenberges bei Schönemark. Leider erwies sich dieser namhafte Wanderweg stellenweise in einem sehr schlechten, kaum passierbaren Zustand. Um so größer war nach den Strapazen des Anmarsches die Freude, an den Steilufern der Werre die Blütenpracht des Märzenbechers erleben zu dürfen.
Naturparkführer Karlheinz Meier
Auch beeindruckte hier, an einem  der letzten Abschnitte des Flusses im naturnahen, also guten Zustand, wie ihn die Europäische Wasserrahmenrictlinie fordert, die sichtbare Strukturvielfalt mit dynamischer Strömungsdiversität und mächtigen Kiesbänken.
Gut gelaunte Wanderer angesichts dieser
Blütenpracht oberhalb des Werreufers
Wappen der Gemeine Ettenstatt/Mittelfranken Dichter Blütenbestand am Steilufer,
Strömungsdiversität und Inselbank im
Gewässerbett
Zusätzlich gab es einige Erläuterungen zur Einzigartigkeit des bei uns heimischen Märzenbechers im Vergleich zu der Vielzahl der Wildarten des Schneeglöckchens, die aus Vorderasien stammen. Der wunderschöne Frühblüher ist sogar Teil des Wappens der Gemeinde Ettenstatt, wo er an einem Albrandhang der Fränkischen Alb in dichten Beständen vorkommt.