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Pünktlich am 1. März  2020 steht der Märzenbecher am Werreufer oberhalb von Detmold bereits in voller Blüte. Lässt das Rückschlüsse vom zu warmen Winter  auf den in aller Munde verbreiteten Klimawandel zu? Dieser Frage wollen wir auf einer Exkursion der Donnerstagswanderern des Vereins „Unser Diestelbruch“ nachgehen.

Mit der Blüte des Märzenbechers befinden wir uns trotz zumeist lausigen Wetters bereits voll im Vorfrühling, einer phänologischen Jahreszeit, die mit der Haselblüte beginnt. Die nachfolgenden Fotos mit Aufnahmedatum aus den zuückliegenden zwei Jahrzehnten stammen vom gleichen Abschnitt der Werre. Zum Vergrößern klicken Sie auf das jeweilige Foto.

Deutlich wärmere Zeiten in unseren 2000er Jahren sind ein zu kurzer Zeitraum, um den Klimawandel zu belegen. Außerdem reagiert der Märzenbecher mit seiner Zwiebel als Nährstoffspeicher recht kurzfristig auf die jeweilige Wetterlage. Zum Ende des wärmsten Winters 2006/2007 seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen 1881 des Deutschen Wetterdienstes stand der Märzenbecher bereits am 24.2.2007 in voller Blüte. Während seiner Hauptblütezeit, seinem Namen entsprechend im Monat März, wird er zwar häufiger vom Frost gebeutelt (15.3.2003), zeigt kurz danach bei Sonnenschein aber wieder seine ganze Pracht (20.3.2003). Begleitet wird er schon frühzeitig vom Gilbstern (1.3.2020), später zum Monatsende vom Lerchensporn und von den Buschwindröschen (28.3.2011).

Leitung: Naturparkführer Karlheinz Meier